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Warum Vintage Kleidung nicht gleich Vintage Kleidung ist. Was versteht man unter True Vintage?


Die Frau auf diesem Bild trägt ein wadenlanges Kleid der 50er Jahre. Das Kleid ist gelb, hat eine doppelte Knopfleiste im oberen Bereich auf Höhe der Brust und einen Kragen. Die Ärmel sind umgeschlagen und seitlich mit einem Knopf versehen.

Gibt man einfach nur mal "Vintage Kleidung" bei Google ein, da findet man dann mega viele Anbieter, die alle was vom „Vintage Kuchen“ abhaben wollen. Kleidung, die den 50er, 60er oder 70er Jahren nachempfunden ist. Neu produzierte Rockabilly Kleider oder Blusen und Hosen im Retro Style. Das sind aber alles keine Kleidungsstücke aus vergangenen Zeiten. Richtige Vintage Kleidung ist darin definiert, dass die Kleidung mindestens über 20 Jahre alt ist und so führt uns dieser Fakt zwangsläufig zum Begriff „True Vintage“. True Vintage sind demnach Klamotten, die auch wirklich alt sind und in ihrem Design, alter Kleidung nicht nur nachempfunden wurden.

Der Charme und gleichzeitig auch der kaufentscheidende Faktor bei Vintage Liebhabern ist nämlich, dass Vintage Kleidung eben original aus dieser entsprechenden Epoche stammt.


Beispielsweise war es für die 30er Jahre typisch, dass die Kleider und Röcke wadenlang waren. Außerdem schlossen sie mit einem glockenförmigen Saum ab. Auch Rüschen und Puffärmel erfreuten sich großer Beliebtheit. Die Kleidung der Damenwelt in den 30er Jahren war insgesamt sehr figurbetont und elegant. Viele Frauen trugen Kostüme oder Bluse und Rock. Auch die Schultern wurden damals stärker betont. Hosen waren eher selten, wobei insbesondere die Marlene-Hose in den 30er Jahren ihr Debüt feierte und viele Anhängerinnen fand.


Typisch für die 60er Jahre war zum Beispiel die klassische A-Linie, ob nun bei Kleidern, Röcken oder Oberteilen. Zudem zeichnen sich Vintage Kleider und Oberteile aus dieser Zeit mit einem Kragen aus. In den 60er Jahren wollte man um jeden Preis auffallen und so verwundert es nicht, dass die Farben knallig und die Muster wild waren. Ob nun Streifen, Kreise, Blumen, Karos oder Streifen den Vorstellungen waren keine Grenzen gesetzt. Außerdem trugen die wenigsten Frauen High Heels, denn die Frauen der 60er wollten einfach anders sein und so waren damals Ballerinas und flache Schnürschuhe "In". Auch der Minirock feierte zu dieser Zeit seine Premiere.


Die 80er Jahre lassen sich mit dem Spruch "klotzen nicht kleckern" zusammenfassen. Leggings, Stirnbänder, Stulpen und bunte Jogginganzüge sind nur einige Beispiele für den Look der damaligen Zeit. Beliebt waren zudem auch Metallic-Farben. Außerdem sind Karottenhosen, Puffärmel und Taillengürtel stark im Trend gewesen.


Fazit - die Geschichte für True Vintage Kleidungsstücke muss nicht erst noch geschrieben werden, denn diese Sachen sind bereits Teil unserer Geschichte. True Vintage spiegelt das wieder, worüber sich die Damen und Herren der entsprechenden Zeit definiert haben. Jede Epoche hat seine ganz individuellen Glanzstücke und du erkennst sie an folgenden Merkmalen: True Vintage Kleidung riecht manchmal etwas muffig, weil sie eben schon teilweise sehr alt ist. Wenn du Glück hast und sich daran noch ein Etikett befindet, dann ist dieses meist alt und vergilbt. Oder du findest keinerlei Etiketten, weil die Kleidung oft maßgeschneidert oder selbst geschneidert wurde. Außerdem sind die Größenangaben merkwürdig und passen meist nicht zu den aktuellen Konfektionsgrößen, weil früher andere Maßeinheiten verwendet wurden.




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