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Was ist der Unterschied zwischen Vintage & Secondhand?

Vintage Kleidung kann Secondhand sein, aber Secondhand Kleidung ist nicht gleich Vintage. Klingt vielleicht erstmal ein wenig verwirrend, aber der Reihe nach...


Während gebrauchte Vintage Kleidung über 20 Jahre alt ist, sind normale Secondhand Klamotten unter Umständen erst aus der letzten Saison. Secondhand bedeutet in der Regel "aus zweiter Hand". Die Kleidung ist also meist bereits getragen oder hatte zumindest einen Vorbesitzer. Vintage Teile hingegen sind zwar alt, aber nicht unbedingt gebraucht oder getragen. So kann es durchaus sein, dass eine solche Rarität aus alten Lagerbeständen noch mit ihrem damaligem Preisschild versehen ist. Diese Kleidungsstücke sind dann wegen Ihres Alters vintage, aber secondhand sind sie dann eben nicht.


Charakteristisch für Vintage Bekleidung ist die Einzigartigkeit der Teile. Jedes Stück für sich ist ein Unikat. Es wird dir vermutlich niemals passieren, dass du mit einem Vintage Teil jemandem auf der Straße begegnest, der das Gleiche trägt. Heutzutage findet du diese seltenen Einzelstücke in Vintage Onlineshops oder Vintage Stores. Das Sortiment ist normalerweise sorgfältig ausgewählt. Es zeichnet sich häufig dadurch aus, dass die Kleidung aus hochwertigen Materialien, wie Baumwolle, Leinen oder Seide sind. Zur Seltenheit macht die Kleidungsstücke jedoch auch der Fakt, dass gewisse Marken teilweise gar nicht mehr produziert werden. Aus diesen Gründen hat Vintage Kleidung auch einen höheren Preis. Second Kleidung hingegen stammt meist aus kostengünstigen Massenproduktionen. Schnitte, Farben und Formen sind oft sehr "Mainstream". Die Produkte werden für die breite Masse produziert. Empfehlenswert ist Secondhand Kleidung in jedem Fall für Menschen, die nachhaltig shoppen möchten und dennoch Wert auf aktuelle Trends legen. Sicherlich kannst du auch in einigen Secondhand Shops einzigartige Kleidungsstücke finden, aber es ist eben leider eher die Ausnahme.


Für Vintage Kleidung spricht außerdem, dass Mode die vor über 20 Jahren hergestellt wurde und heutzutage noch tadellos ist, sich eindeutig mit (sehr) guter Qualität auszeichnet. Früher waren billige Kunststoffe kaum verfügbar und Kleidung musste lange halten. Außerdem war das Verbraucherwissen hinsichtlich der verarbeiteten Materialien weitaus größer. Welcher Konsument stellt sich heutzutage schon vor, wie aus Erdöl Polyester hergestellt wird. Es ist fraglich, ob die aktuell produzierten Kleidungsstücke qualitativ so hochwertig sind, dass man sie noch in 20 Jahren tragen könnte. Und eigentlich spricht rein gar nichts dafür unser Geld in eine Modeindustrie zu stecken, die im Jahr bis zu zwölf Kollektionen auf den Markt wirft um unseren Kleiderschrank mit günstigen Synthetik-Mischgeweben zu füllen. Letztendlich geht es bei Vintage und Secondhand Einkäufen um Beständigkeit und Wertschätzung von Bestehendem.


Fazit - ob nun vintage oder secondhand, im Grunde ist es völlig egal, denn beide Daseinsformen haben ihre Berechtigung und verfolgen das gleiche Ziel. Hallo Slow Fashion: „JA!“ zu vintage und secondhand. Adieu Fast Fashion: „NEIN!“ zur Konsumwirtschaft. Denn dein „JA“ zu einer nachhaltigeren Zukunft, bedeutet ein „NEIN“ zu unserer Wegwerfgesellschaft.

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